2018 bierseminarIm Januar war es nun soweit, der Wintersetter veranstaltete sein lang angekündigtes Bierseminar. Drei Stunden lang drehte sich alles um das schäumende Gerstengetränk. Die 37 Teilnehmer erfuhren von Paul Sägmüller alles rund ums Bier. Angefangen mit der Geschichte des Bieres in Oberschwaben, vom Getränk der Mönche zum Volksgetränk, bis hin zu Geschichten aus der heutigen Zeit. Zum leckeren Menü aus Salat, Krustenbraten und einem leckeren warmen Apfelstrudel mit Vanilleeis wurden insgesamt 6 verschiedene Bierstile probiert.

So wie es sich für Paul Sägmüller gehört, kannte es sich nicht nur mit der Herstellung der verschiedenen Sorten genau aus, nein er kannte zahlreiche Geschichten um die Entstehung der verschiedenen Biere, konnte genau erklären wo das erste Pils herkam und wie die Stile Bock und Doppelbock entstanden sind. Ebenfalls konnte sehr anschaulich erklären was man unter ober- und  untergärig versteht und was eigentlich ein Märzen ist. Auch war es sehr erstaunlich was Bierbrauer alles versucht und beigemischt haben, um ein schlechtes Bier zu tarnen. So war die Beimischung von Fliegenpilz und Tollkirsche vor der Einführung des Reinheitsgebot keine Seltenheit. Durch die amüsante Art Geschichte zu erzählen schaffte es Herr Sägmüller drei Stunden sehr kurzweilig zu gestalten. Alle Teilnehmer hatten durch die zahlreichen Kostproben die Möglichkeit ihren Lieblings-Bierstil heraus zu finden. Schnell zeigte sich das ein echtes friesisches Bier nicht für jeden schwäbischen Gaumen geeignet ist. Ganz im Gegenteil zum Märzen, welches seinen Ursprung auch in Süddeutschland findet, das war sehr beliebt bei den Teilnehmern. Bei all diesen verschiedenen Bierproben war dieses Seminar aber keine wilde Sauferei, denn die Biere wurden in 0,1l Probiergläsern ausgeschenkt. So hatte wohl keiner der Teilnehmer einen Rausch und am nächsten Morgen auch keine Katerstimmung. Alles in allem war es ein sehr netter, geselliger und interessanter Abend und niemand musste hungrig oder durstig heimgehen.