Historisches zu Winterstettenstadt

1214    gibt Friedrich II. Winterstetten an Konrad von Tanne, der spätere Erzieher Heinrichs (VII.), und Verwalter des Herzogtums Schwaben unter Friedrich II. war. Seine Tochter Irmengard heiratete Konrad von Schmalegg. Sohn des Konrad von Schmalegg ist Ulrich  von Winterstetten, der Minnesänger, er wird erwähnt in der Manessischen Liederhandschrift.
1331    Verkauf des Besitzes an Österreich. Mehrfache Verpfändung der Herrschaft.
1376    bestätigt Herzog Leopold von Österreich den Bürgern und der Stadt Winterstetten ihre Rechte und erweitert sie durch die Blutgerichtsbarkeit und das Marktrecht. Winterstetten wurde wahrscheinlich von den Staufern zur Stadt erhoben.
1408    hat König Ruprecht des Rat und den Bürgern daselbst die Gnade getan, dass sie ein Halsgericht, Stock und Galgen haben und über Hals und Kopf richten mögen.
1442    genehmigte König Friedrich dem Heinrich von Horingen die Versetzung der Feste und Herrschaft Winterstetten an Truchseß Georg von Waldburg um 6400 Gulden.
1454    gab Herzog Sigmund die Pfandschaft dem truchsessischen ehelichen Mannsstamm. Die Burg Winterstetten geriet in Verfall. Die Rechte der Stadt wurden durch die Truchsessen geschmälert.
1692    wurde Franz Anton Rieff aus Wolfartsweiler, Gemeinde Unterschwarzach zum Bürgermeister gewählt. Ein 30 jähriger Kampf und Streit um die Rechte und Freiheiten der Stadt begann. Der Ort verlor seinen Stadtcharakter.
1722    wurde der Streit durch Kaiser Karl VI. beendet.
1806    Bei der neuen Staatsänderung in Deutschland kam der Stadtflecken Winterstetten unter die Landeshoheit des Königreichs Württemberg und wurde gleich anderen Orten in eine Schultheißerei im Oberamt Waldsee verwandelt; die meisten Rechte und Privilegien gingen verloren.
1938    Das Oberamt Waldsee wird aufgelöst. Die Gemeinde Winterstettenstadt wird Teil des Kreises Biberach.
1975    Durch die Gemeindereform im Land Baden-Württemberg wurde Winterstettenstadt in die Gemeinde Ingoldingen eingegliedert.
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